Donald Trumps Großvater
Wussten Sie, dass es
heute keinen US-Präsidenten Donald Trump geben würde, wenn bayerische
Beamte nicht so unglaublich stur und ungerecht gewesen wären?
Im Jahr 1885 wanderte der 16-jährige Friedrich Trump aus der Pfalz in
die USA aus. Der gelernte Frisör war, was man heute einen
Armutsflüchtling nennen würde. Aber in Amerika machte er in der Zeit
des Klondike-Goldrausches ein kleines Vermögen mit dem Betrieb von
Restaurants.
Da er jetzt reich war, ging der inzwischen 33-Jährige zurück nach
Deutschland, um sich eine Frau zu suchen. Natürlich in seinem
Heimatdorf Kallstadt bei Bad Dürkheim. Das klappte auch, er heiratete
eine frühere Nachbarstochter und ging mit ihr wieder zurück nach New
York. Die junge Frau hatte jedoch bald Heimweh, obwohl sie in der
damals deutschsprachigen Bronx lebten.
Also löste Frederick Trump sein Versprechen gegenüber dem
Schwiegervater ein und zog mit Frau und inzwischen geborener Tochter
wieder zurück nach Kallstadt. Dort wollte er sesshaft werden und zahlte
auch sein Vermögen von 80.000 Mark (nach heutigem Wert ca. 320.000 €)
bei der örtlichen Bank ein.
In der langen Abwesenheit hatte er aber seine deutsche Staatsangehörigkeit verloren und beantragte sie wieder neu.
Zu seiner völligen Überraschung lehnte die bayrische Innenbehörde (die
Pfalz gehörte damals zum Königreich Bayern) die Wiedereinbürgerung ab.
Man warf ihm vor, sich durch Auswanderung dem Wehrdienst entzogen zu
haben, zumal Frederick (Friedrich) Trump erst wieder zurückkam, als er
das wehrfähige Alter überschritten hatte.
Der Bürgermeister von Kallstadt und die Kantonsverwaltung taten alles,
um Trumps Wiedereinbürgerung doch noch zu erreichen, aber im inzwischen
preußisch dominierten deutschen Kaiserreich herrschte der Militarismus.
Alle Militärische hatte nun eine hohe Bedeutung, der Wehrdienst war
obligatorisch, dauerte ganze drei Jahre und war praktisch eine
Voraussetzung für die Anerkennung als Staatsbürger.
Dass es zum Zeitpunkt von Trumps Auswanderung das entsprechende Gesetz
noch gar nicht gab, spielte für die sturen Beamten keine Rolle – sie
betrachteten Friedrich Trump als Wehrdienstverweigerer und gaben ihm
die angeborene Staatsbürgerschaft nicht wieder zurück.
Mehr noch: 1905 wurden die Trumps des Landes verwiesen!
So ließen sich sich wieder im immer noch deutschsprachigen New Yorker
Stadtteil Bronx nieder. Drei Monate später wurde der erste Sohn,
Frederick jr., genannt Fred, geboren.
Fred Trump wurde später der Vater von Donald Trump, und der wurde, wie
wir wissen, 2017 Präsident der USA. Sture bayerische Beamte haben dies
der Welt praktisch indirekt eingebrockt…
Übrigens…
Donald Trumps Vater Fred nahm es auch schon nicht so genau mit der
Wahrheit: Er erfand nach dem Zweiten Weltkrieg eine schwedische
Abstammung aus Karlstad in Schweden. Der Grund war, dass Fred Trump es
für problematisch hielt, mit deutscher Abstammung – so kurz nach dem
Weltkrieg – erfolgreich mit Immobilien zu handeln. Sohn Donald Trump
hielt bis in die 1980er Jahre an dieser Geschichtsfälschung fest…
Und wussten Sie,…
dass aus der kleinen Gemeinde Kallstadt mit ihren nur 1.100 Einwohner
noch eine zweite berühmte Familie stammt? Nämlich die des nicht minder
reichen Henry John Heinz, dem Erfinder des Tomaten-Ketchup. Wie sollte
es bei einem so kleinen Ort auch anders sein: Beide Familien sind
natürlich miteinander verwandt: Friedrich Trump war ein Cousin zweiten
Grades des Ketchup-Unternehmers Heinrich Johann Heinz, dessen
Großmutter eine geborene Trump war.
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