Stevia - die süße Wunderpflanze
Stevia ist eine Pflanze, die ursprünglich
aus
Südamerika kommt. Ihre Blätter sind bis zu 300-fach süßer als
Haushaltszucker,
trotzdem hat sie fast keine Kalorien und verursacht somit u.a. auch
keinen
Karies. In Japan werden jährlich über 2.000 Tonnen verbraucht, in der
EU war
Stevia dagegen lange weder als Lebensmittel noch als
Lebensmittelzusatzstoff
zugelassen, obwohl sie weitere gute Eigenschaften hat: Der
Süßstoff aus der Pflanze „Stevia rebaudiana“ ist kein künstlich
hergestelltes
Produkt, wird unverdaut wieder ausgeschieden und ist für Diabetiker
geeignet.
Die Heimat von Stevia ist ein Berggebiet
an der
Grenze zwischen Brasilien und Paraguay. Seit Jahrhunderten nutzen die
dortigen indigenen
Völker sie als Süßungsmittel und Heilpflanze, wodurch es auch zuerst in
fast
allen Ländern Lateinamerikas verwendet wurde.
Seit den 1950er Jahren wird Stevia in
Japan in
Gewächshäusern kultiviert und industriell genutzt. Auch in China,
Thailand und
Israel wird sie immer bedeutender. Australien und Neuseeland haben
Stevia im
Oktober 2008 zugelassen. Drei Monate später folgten die USA. In Europa
waren die
Schweiz und Frankreich die Vorreiter.
Nun sind die Erkenntnisse auch in
Deutschland
angekommen: Das bayerische Verwaltungsgericht München entschied im
Sommer 2011 einen
Rechtsstreit zwischen der Lebensmittelüberwachung Starnberg und der
Andechser
Bio-Molkerei zu Gunsten dieses Herstellers, der eine Jogurtsorte mit
gekochtem
Steviatee süßte. Das Gericht folgte dem Argument der Molkerei, dass der
Süßstoff kein neu entwickeltes Lebensmittel sei und somit nicht unter
die
Novel-Food-Verordnung falle, sondern um einen zugelassenen Stevia-Tee.
Die
EU-Gesundheitsbehörden haben dann endlich ihre Vorbehalte, dass Stevia
toxisch und krebsfördernd sei, aufgeben müssen und seit 2. Dezember
2011 zugelassen. Seitdem
ist Stevia endlich auch in Deutschland als Süßungsmittel erhältlich.
Die künstlichen Süßstoffe Saccharin und Aspartam, die
gesundheitlich nicht ganz unbedenklich sind, können nun auf
natürliche Weise ersetzt werden.
Interessant übrigens, warum Stevia so
viele Jahre die Zulassung der European
Food Safety Authority (EFSA) verweigert wurde und im Verdacht stand,
Krebs zu fördern: Ein Hersteller von Aspartam hatte eine entsprechende
Studie finanziert...
Nun ist Stevia also anerkannt und als
gesundheitlich unbedenklich eingestuft.
Tatsächlich ist die Liste der Vorteile lang:
- Stevia ist
ein natürlicher Stoff, also nicht künstlich hergestellt
- Stevia hat
keine Kalorien (gut für die Gewichtsreduzierung)
- dadurch auch
gesünder für die Zähne
- Stevia löst
keinen Hunger auf Süßes aus
- dadurch keine
Süßigkeiten-Suchtgefahr
- Stevia erhöht
nicht den Blutzuckerspiegel
- und regt
nicht die Insulinausschüttung an
Stevia
ist ideal, den Blutzucker im Gleichgewicht zu halten und kann sogar den
Blutdruck senken. Zahlreiche Steviaprodukte gibt es in verschiedener
Form inzwischen nichtnur in Reformhäusern, sondern auch in Supermärkten
und natürlich im Internetversandhandel.
Die
EFSA empfiehlt 4 Milligramm pro Kilo Körpergewicht, maximal 250 mg pro
Tag. Die Mengen sind deshalb so gering, weil Stevia eine so starke
Süßkraft hat.
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