Neuzugang im Musterdepot TOP TEN
Mehr als 10 Aktien braucht kein Mensch - das ist die Maxime des
Börsen-Infodienstes "Geldbrief". Zum Beweis schuf er schon im Jahr 1991
das TOP TEN Musterdepot. In dieser langen Zeit befanden sich immer nur 10 Wertpapiere in wechselnder Zusammensetzung im Depot.
Trotzdem - oder gerade deswegen! - wurde ein durchschnittlicher
Jahresgewinn von 10,39 Prozent erreicht. Wohlgemerkt: nach sämtlichen
Brokergebühren und Kosten. Nicht nur darin unterscheidet sich das TOP
TEN Musterdepot von anderen Bördendiensten, sondern auch insofern, dass
hier nicht nur fiktiv auf dem Papier, sondern unter echten Bedingungen
mit realem Kapital getradet wird.
Dezember 2019: Zardoya Otis
Urbanisierung – das ist ein Megatrend der kommenden Jahrzehnte. Bis
2050 werden laut Prognosen der Vereinten Nationen (UNO) rund 70 Prozent
der Weltbevölkerung in Städten leben.
Das stellt die Städteplaner vor große Herausforderungen. Immer mehr
Menschen in den Ballungszentren haben immer weniger Wohnraum zur
Verfügung. Eine Lösung des Problems: Es muss verstärkt in die Höhe
gebaut werden.
Diese Entwicklung begünstigt die Geschäfte der Hersteller von Aufzügen
und Fahrtreppen. Nicht zuletzt deshalb schlägt derzeit ein möglicher
Verkauf der Aufzugssparte von ThyssenKrupp oder ein etwaiger Börsengang
(IPO) dieses Geschäftsbereichs so hohe Wellen.
In diesem Zusammenhang sind wir auf die Aktie des führenden spanischen Aufzugbauers Zardoya Otis (www.otis.com)
gestoßen. Dieser Midcap (Marktkapitalisierung von 3,3 Milliarden Euro)
bietet einiges an Potenzial, das vom Markt bisher noch nicht erkannt
wurde.
Aufzugshersteller stellen generell eine interessante Anlageoption dar.
Ein Argument für die Attraktivität der Branche ist ihre
oligopolistische Marktstruktur. Die fünf größten Konzerne (u.a. Kone,
Schindler, ThyssenKrupp) kontrollieren zusammen 75 Prozent.
Für den Kauf der Zardoya Otis-Aktie gibt es noch weitere gute Gründe.
Die Firma ist eine 50-prozentige Tochter des amerikanischen
Weltmarktführers United Technologies (Otis Elevator). Die restlichen
Aktien von Zardoya Otis befinden sich im Streubesitz.
Eine zusätzliche Besonderheit bei den Spaniern: Der Löwenanteil der
Umsätze (70 Prozent) entfällt auf die Wartung von Aufzügen und
Fahrtreppen. Insofern ist die Aktie sogar ein eher defensives
Investment, gepaart mit einem Schuss Übernahmephantasie.
Nach der Fusion mit dem US-Rüstungskonzern Raytheon will sich der
Mutterkonzern United Technologies im kommenden Jahr auf die
Flugzeugsparte konzentrieren und unter anderem die Aufzugssparte (Otis
Elevator) als eigenständiges Unternehmen abspalten.
Daraus ergibt sich eine interessante Konstellation für Zardoya
Otis-Aktionäre. Aufgrund der Marktkonstellation sind größere
Zusammenschlüsse kartellrechtlich nur sehr schwer umzusetzen. Was läge
also für Otis Elevator als eigenständiges Unternehmen näher, als die
spanische Tochter Zardoya Otis komplett zu übernehmen?
Schon jetzt können Anleger mit diesem Papier die Investmentidee
„Aufzüge“ eins zu eins umsetzen. Konglomerate wie ThyssenKrupp,
Mitsubishi Electric oder eben United Technologies eröffnen diese
Möglichkeit nicht.
Bewertungstechnisch sieht es bei der Aktie sowohl fundamental wie auch
im Chart gut aus. Seit Oktober hat sich eine sogenannte W-Formation
ausgebildet, also ein Kursverlauf, der oftmals eine Trendumkehr eines
langfristigen Abwärtstrends einleitet.
Hinzu kommt eine Dividendenrendite von 4,5 Prozent, die den Aktienkurs
nach unten absichert. Vor Redaktionsschluss gaben wir den Auftrag,
2.000 Aktien Zardoya Otis zum Limitkurs von 7,05 Euro für unser
TOP-TEN-Depot zu kaufen.
Zardoya Otis (ISIN
ES0184933812, WKN 870854). Letzter Kurs bei Tradegate: 7,05 Euro. Nach
einem evt. Kauf: Kursziel: 9,25 Euro. Stoppkurs: 5,85 Euro.
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