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Unsinn, den Finanzexperten verzapfen


Reale Vermögenswerte setzen zur Aufholjagd an – vermelden die Finanzprofis/Analysten der Bank of America. Denn, so heißt es, „die Trends bei Politik, Profiten und Positionierung sprechen alle für eine Rotation von ‚Deflation‘ zu ‚Inflation‘, von (bisherigen) ‚Gewinnern der Nullzinspolitik‘ zu den ‚Verlierern der Nullzinspolitik‘ und von Wall Street zur Main Street“. Wegen dieser Rotation erwarte man daher, dass die realen Vermögenswerte finanzielle Vermögenswerte outperformen werden.

Reale Vermögenswerte, so das Team um den Investmentstrategen Michael Hartnett, sind eine Absicherung gegen Inflation und einer Verschärfung der Geldpolitik. Es werde weniger Stimulierung durch die Geldpolitik (QE-Gelddrucken) und stattdessen mehr Fiskalpolitik (Konjunkturprogramme, um mit neuen Schulden die Wirtschaft anzukurbeln) geben. Ok, das kann alles – vielleicht – so richtig sein.

Sachwerte wie Aktien müssten demnach auch weiterhin im Trend liegen, sollte man meinen. Doch das sehen die US-Finanzprofis ganz anders. Nur die Preise von realen Vermögenswerten (Immobilien, Rohstoffe und Sammlerstücke wie Wein, Kunst, Diamanten etc.) würden positiv mit Inflation korrelieren, hingegen würden finanzielle Vermögenswerte (Aktien und Anleihen) negativ mit Inflation korrelieren. “Finanzielle Vermögenswerte“ wie Aktien also bei Inflation auf der Verliererseite?

Solche Thesen sind schon reichlich abenteuerlich: Aktien und Anleihen werden hiernach als „finanzielle Vermögenswerte“ in einen Topf geworfen. Aktien sind hiernach keine „realen Sachwerte“ und, so die „Experten“, insbesondere anfällig bei Inflation. Auf solchen Unsinn muss man erst einmal kommen.

Aktien, also Unternehmensbeteiligungen, das ist – sorry – ja wohl eher die Mutter aller Sachwerte. Wer auf die Aktienmärkte setzt (natürlich, am besten weltweit durch breite Streuung!), setzt auf das Wachstum der Weltwirtschaft. Und mit der geht es nun einmal per Saldo (allen Finanzkrisen und Börsencrashs zum Trotz) ständig aufwärts. Wie mit den Aktien. Daher, zur Erinnerung:

Aktien, Aktienfonds, Immobilien und Gold sind Sachwerte, die im historischen Vergleich am besten mit inflatorischen Tendenzen klar kommen, da ihre Werte parallel zur Inflation steigen. Meistens, auf jeden Fall besser als „finanzielle Vermögenswerte“ und zu denen zählen wir: Festverzinsliche Wertpapiere, Rentenfonds, Sparguthaben, Festgelder und Bargeld – und eben definitiv nicht: Aktien! Mit dem Begriff „Sachwerte“ sollte man wirklich sorgfältiger umgehen, auch und vielleicht weil man in den USA wohnt.

Steigende Zinsen, steigende Inflation: Natürlich, steigende Zinsen könnten durchaus für einen gewissen Gegenwind bei den Aktienmärkten sorgen. Aber allenfalls kurzfristig. Zum einen, weil ohnehin nur mit geringfügigen Zinssteigerungen zu rechnen ist, und damit kommen die Aktienmärkte gut klar – wie historisch belegt ist. Vor allem: Jede nachhaltige Zinswende führt zur Flucht aus Festverzinslichen und Festgeldern. Und wohin anders als vor allem in Sachwerte wie Aktien soll das Geld denn fliehen? © jur. Muc 2016

Dass man mit Aktien alle Krisen meistern kann, beweist das TOP TEN Musterdepot von Geldbrief, das seit 1991 eine durchschnittliche jährliche Rendite von knapp 11% erzielt. Zum Geldbrief-Erfolgsgeheimnis

Der obige Text erschien im Jahr 2016 im Börsendienst "Geldbrief" - inzwischen sind wir ein paar Jahre weiter und klüger. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Geldbrief-Meinung richtig war, die Aktienindices in den USA, in Deutschland usw. nicht nur gestiegen, sondern neue historische Rekordmarken erreicht haben. Schauen Sie sich also doch nochmal das TOP TEN Musterdepot an...

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