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Forex: Wie man beim Trading
beschleunigt und bremst

In unseren letzten Beiträgen haben wir das Trading im Vergleich mit dem Autofahren betrachtet. Heute geht es etwas tiefer in die technischen Details.

Wie beim Autofahren so haben wir auch beim Trading ein „Reiseziel“. Wir wollen an einem bestimmten Punkt ankommen. Beim Auto mag dies der nächste Supermarkt oder die Verwandtschaft in einer anderen Stadt sein. Beim Trading heißt unser Ziel „Profit / Gewinn“.

Damit wir in allen Fällen unser Ziel möglichst unbeschadet erreichen, benötigen wir drei Dinge:

  • das Gaspedal, um vorwärts zu kommen
  • das Bremspedal für Notsituationen und um anzuhalten, wenn wir das Ziel erreicht haben
  • ein Blick in die Umgebung (Wetter, Stau etc.) – mögliche Hindernisse sollen erkannt sein

Und dann gilt für das Trading dasselbe wie beim Fahren auf der Autobahn. Es geht nicht darum, möglichst schnell ans Ziel zu gelangen, sondern möglichst „sauber“ durch den Verkehr zu kommen. Das ewige Spiel vom Vollgas und Vollbremsung ist auf der Autobahn genauso unpassend wie beim Traden.

Vor dem Start / Trade

Bevor wir unser Trading starten, müssen wir Auskünfte einholen. Da uns das Ziel klar ist, müssen wir zuerst den Weg festlegen.

Klartext: Wenn wir uns mit dem EURUSD beschäftigen, müssen wir überlegen, ob der Trend eher nach oben oder nach unten geht. Dazu schauen Sie im Metatrader 4 auf die höheren Zeitebenen. Wenn Sie also im 5 Minuten Chart traden, dann schauen Sie vor dem Trade auf alle höheren Zeitfenster (M15, M30, H1). Je höher das Fenster, desto genauer die Aussage, welchen Weg unsere Währung wahrscheinlich nimmt.

1. Rat: Schauen Sie vor dem Trading immer auf die höheren Zeitebenen

Wenn der Weg dann festgelegt ist, dann sollte man auch mal einen Blick auf das „Wetter“ riskieren. Der Autofahrer schlägt sich mit Regen, Schnee und Glatteis herum, der Trader hat seine politische Großwetterlage und seine Wirtschaftsdaten.

Alles was mit Politik zu tun hat, erfahren Sie aus den „normalen“ Quellen (Zeitung, TV und Internet). Allerdings lohnt da auch mal ein Blick hinter die Kulissen. Für die aktuellen Wirtschaftsdaten gibt es einen Trick:

Unter dem Link http://www.marcus-sieg.info/wirtschaftskalender/ finden Sie einen stets aktuellen Kalender. Schauen Sie einfach, ob Ihr Währungspaar dort auftaucht und wie viele rote Stierköpfe daneben vermerkt sind.

Wichtig: Dieser Dienst funktioniert wie die Wettervorhersage. Es kann etwas passieren, muss aber nicht. Genauso kann aus einem unscheinbaren Ereignis ein ausgewachsener Orkan werden.

Und so können Sie die Anzahl der roten Köpfe interpretieren:

  • 1 Kopf - leichter Gegenwindist zu erwarten (kein großer Grund zur Unruhe)
  • 2 Köpfe - stärkeres Regenwetter mit gelegentlichen Böen (man sollte schon aufpassen)
  • 3 Köpfe - aus Vorsichtsgründen darf man rechts ranfahren und eine Pause einlegen (empfohlen wird 30 Minuten vor und nach dem Termin). Waghalsige Fahrer / Trader fahren einfach weiter…

Und dann gibt es noch den ersten Freitag im Monat. Hier werden um 14:30 Uhr unserer Zeit die „Non Farm Payrolls“ veröffentlicht. Zu Einzelheiten kommen wir an anderer Stelle, aber dieser Termin ist eine echte Orkanwarnung mit Windstärke 25.

2. Rat: Checken Sie vor dem Trading die „Rahmenbedingungen“

Das Gaspedal beim Traden

Und jetzt können wir eigentlich „Gas geben“. Unser Gaspedal beim Traden ist der Begriff „LOT“. Wenn Sie im Metatrader 4 einen Trade eröffnen (egal ob Sell oder Buy), dann dürfen unter dem Feld Volumen die Lotgröße einstellen. Normal steht in dem Feld 0,00.

Vereinfacht gesagt: Stellen Sie den Wert auf 0,01, so setzen Sie „im Trade“ 10 Cent pro PIP. (Siehe auch Beitrag 2 auf http://www.jeden-tag-reicher.eu/forex-einfuehrung2.html). Geht der Kurs 10 PIP in die richtige Richtung, so gewinnen Sie bei dieser Einstellung 1 Euro, geht es 10 PIP in die verkehrte Richtung verlieren Sie 1 Euro.

Wie stark Sie letztlich Gas geben, ist natürlich Ihre Entscheidung. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass pro Trade 1%-3% vom Kapital riskiert werden. Bei einem Konto von 1000 Euro wären das zwischen 10 und 30 Euro.

Der genaue Einsatz unseres Gaspedals hängt nachher von der Strategie ab, mit der wir traden. Besteht unser Ziel darin, nach einem bestimmten Plus an PIP aufzuhören oder wollen wir aktiv am Chart sitzen und versuchen, das Maximum aus unserer „Fahrt“ herauszuholen? Diesen Wert (Take Profit oder TP) stellen Sie auch in dem Fenster ein, in dem Sie die Lotzahl eingestellt haben.

Auf der rechten Seite ist ein Feld, in dem Sie ein Kursziel einstellen können. Der Trade wird dann automatisch geschlossen, wenn das Ziel erreicht ist. Aber viel wichtiger als der TP ist der Einsatz der Bremse.

3. Rat: Definieren Sie vor einem Trade Ihr Ziel und weichen Sie davon nicht ab.

Das Bremspedal beim Traden

Die Größe der LOT richtet sich in erster Linie nach der Länge unseres Bremsweges. Wie viel Geld wollen wir genau riskieren? Wir nehmen in unserem Beispiel 3% (30 Euro). Setzen wir jetzt 0,1 LOT dann könnte der Trade 30 PIP in die verkehrte Richtung gehen und dann würde es eine Vollbremsung geben. Genau wie der Take Profit wird auch der Stop Loss (oder SL) mit dem Kurswert eingestellt.

Sobald dieser Wert erreicht wird, wird der laufende Trade automatisch mit einem Minus geschlossen. Wir können unser Risiko natürlich minimieren, indem wir nur 0,05 LOT setzen. Dann könnte der Trade 60 PIP in die verkehrte Richtung laufen. Läuft der Trade allerdings in die richtige Richtung, ist der Gewinn nur halb so groß. Das Abwägen der Einstellungen ist Ihre eigene Entscheidung – genau wie auf der Autobahn haben Sie die Wahl zwischen Vollgas und Schleichen.

Grundsätzlich können wir feststellen, dass der Hang zu einem sicheren Fahren Ihr Handelskonto länger leben lässt. Es kommt relativ häufig vor, dass der Stop zu eng gesetzt wird. Lieber etwas „weiter“ setzen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn der Stop Loss aktiviert wird und der Kurs dann 2 PIP später in die richtige Richtung dreht.

4. Rat: Definieren Sie vor dem Trade den Stop-Loss und weichen Sie davon nicht ab

Und jetzt testen Sie einfach einmal mit Ihrem Demokonto und spielen Sie verschiedene Szenarien durch.

Und denken Sie daran, Ihr Wissen mit unserem 1:1 Coaching zu vertiefen, das derzeit kostenfrei ist und für das Sie sich hier eintragen können:

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Benjamin Franklin: "Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen."

Bei Anliegen aller Art zum Thema FOREX schreiben Sie uns bitte an die spezielle Emailadresse forex@jeden-tag-reicher.eu.

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